Die Preisverleihung

 

Fotogalerie Impulspreisverleihung 2017

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Foto: Michael M. Roth, MicialMedia

Eine Gesellschaft braucht Vorbilder wie diese

Vier Projekte sind mit dem Impulspreis für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet worden

Vier Projekte sind mit dem Impulspreis des Medienhauses die neue welle ausgezeichnet worden. Vier Projekte, die eines eint: „Sie sind beispielgebend für die gesamte Region", sagte Andrea-Alexa Kuszák, Geschäftsführerin der neuen welle. Vor rund 100 Gästen in der Staatlichen Kunsthalle hob sie die Bedeutung dieses seit 2010 jährlich verliehenen Preises hervor: „Das ist unser Dank an alle, die im Verborgenen Gutes tun." Zwei dieser „stillen Helden" sind Sabine Luppert und Elena Herrmann. Für ihr langjähriges soziales Engagement bei „Schüler für Tiere" respektive im „Sozialtreff 88" erhielten sie die begehrte Auszeichnung. In der Kategorie „Stiftungen geben Impulse" war die Karlsruher Wilhelm Baur Stiftung die Preisträgerin und in der Kategorie „Persönlichkeiten geben Impulse" Andreas Mölich-Zebhauser, Geschäftsführer und Intendant des Festspielhauses Baden-Baden.

„Noch nie fiel die Entscheidung so schwer, angesichts der Vielzahl an preiswürdigen Bewerbungen", freute sich Andrea-Alexa Kuszák über die beachtliche Resonanz: „Das zeigt den Stellenwert des Preises und vor allem die Wertschätzung der Gesellschaft für solch großes bürgerschaftliches Engagement." Deshalb entschied sich das Medienhaus, einen weiteren Preis zu stiften und zwar an Jürgen Hirte und sein Astronomieprojekt für jugendliche Straftäter in der JVA Rastatt. Seine Initiative hatte es bis in die Endrunde geschafft, war aber zunächst „leer" ausgegangen.

Die Bedeutung des Impulspreises hob auch Dr. Frank Mentrup hervor. Der Karlsruher Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung bezeichnete die Geehrten als „große Vorbilder für uns alle". Von dem bürgerschaftlichen Engagement zeigte er sich tief beeindruckt. „Das macht letztlich unsere Gesellschaft aus und hält sie zusammen."

In besonderem Maße gilt das für Elena Herrmann. Vor zwölf Jahren gründete sie den Sozialtreff in der Karlsruher Kriegsstraße 88 – daher auch der Name des Vereins. Im dortigen Tagestreff „Die Tür" kocht der Verein seither immer montags für rund 50 bis 70 Obdachlose, Drogenabhängige und sozial Benachteiligte und verteilt zudem Kleidung sowie Hygiene-Artikel. Alles ehrenamtlich und anfangs auch noch alles aus der eigenen Tasche finanziert. Auf den menschlichen Kontakt legen Elena Herrmann und ihre Mitstreiter dabei besonderen Wert. Sie nehmen sich die Zeit, vor, während und nach dem Essen mit den Bedürftigen zu sprechen, ihre Sorgen ernst zu nehmen und ihr Selbstvertrauen zu stärken. „Sie zeigen Herz, grenzen nicht aus, sondern zeigen, dass jeder Mensch seinen eigenen Wert in unserer Gemeinschaft haben muss. Sie zeigen mit Ihrer Initiative, dass Verantwortung für andere zu übernehmen bereichert", so Laudator Wolfgang Gerstner. Der langjährige Oberbürgermeister von Baden-Baden zeichnete Elena Herrmann mit dem Jury-Preis aus.

Viele lobende Worte gab es ebenfalls für die Gewinnerin des Hörer-Preises, Sabine Luppert. Die Gründerin des Vereins „Schüler für Tiere" setzt sich für einen respektvollen Umgang mit Tieren ein. Was im pfälzischen Kandel begann, besitzt mittlerweile eine europäische Dimension. In dieser Zwischenzeit sind bereits über 40 Gruppen in Deutschland, der Schweiz und Rumänien aktiv. Tierschutz – oder besser Mitweltschutz – unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit soll verstärkt nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln. Junge Menschen sollen lernen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen und ihre Mitwelt auswirkt – so steht es in den Grundsätzen des Vereins Schüler für Tiere. „Die Region kann sich glücklich schätzen, solche engagierten Menschen zu haben", machte Laudatorin Vanja Borko, Programmleiterin der neuen welle, deutlich.

Was Persönlichkeiten bewirken können, das stellte und stellt der dritte Preisträger seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue unter Beweis. „Aus einem alten Bahnhof haben sie eine Metropole der Musik gemacht", sagte Andrea-Alexa Kuszák. Gemeint war Andreas Mölich-Zebhauser, der das Festspielhaus Baden-Baden aufgebaut und zu einer der führenden Kultur- und Musikstätte der Welt entwickelt hat. „Widerstände, Bedenkenträger – die gab es zuhauf. Aber davon haben Sie sich nicht beirren lassen. Sie haben an Ihre Idee geglaubt und daraus entstand das wunderbare Festspielhaus", führte sie weiter aus. Das Festspielhaus sei zudem zu einem überaus wichtigen Wirtschafts- und Standortfaktor für Baden-Baden wie der gesamten Region geworden. Der für sein Lebenswerk geehrte 65-Jährige bezeichnete es als große Freude, „in der Kunstwelt etwas bewegt zu haben und heute viele Künstler von Weltrang zu seinen Freunden zählen zu können."

Neben Persönlichkeiten setzen ebenso Stiftungen wertvolle Impulse. Das verdeutlichte Preisträger Nummer vier, die Wilhelm Baur Stiftung. Benannt nach dem Gründer der Badische Neuesten Nachrichten sichert sie nicht nur die Unabhängigkeit der Tageszeitung. „Die Stiftung sendet gleichzeitig eine soziale Botschaft in Stadt und Region", brachte Laudator Hubert Streckert die Bedeutung der Stiftung auf den Punkt. Der Dekan des katholischen Dekanats Karlsruhe erinnerte daran, dass das Wort Zeitung im ursprünglichen Sinne Botschaft bedeutet. „Zeitung ist mehr als tagesaktuelle Themen." In den vielen Projekten, die die Verlegerfamilie seit Jahren unterstütze, komme das immer wieder zum Ausdruck. Als Beispiel nannte er das Brunhilde Baur Haus, das allein erziehenden Müttern die Chance auf eine Berufsausbildung ermögliche. Den Preis nahm Klaus Michael Baur entgegen, der den Verlag in dritter Generation führt. „Dieses Land führt zum Glück immer wieder Gerechtigkeitsdebatten. Allerdings hat man dabei immer den Eindruck, dass das Schaffen von Gerechtigkeit eine staatliche Aufgabe ist. Dabei werden häufig die Leistungen der vielen Initiativen vergessen, wie sie unter anderem private Stiftungen erbringen", wies er auf die Bedeutung in Sachen Gerechtigkeit hin. „Deshalb nehme ich diese Auszeichnung auch im Namen der anderen privaten Stiftungen gerne entgegen."


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Der Impulspreis ist ein Preis in Zusammenarbeit von:

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